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Bäume gepflanzt

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Der Wellness-Trend aus Japan: Waldbaden

Waldbaden ist in Europa angekommen. Das Naturerlebnisses aus Japan, wo shinrin-yoku, so die ursprüngliche Bezeichnung, eine längere Geschichte hat, findet auch hierzulande immer wie mehr Interessierte und Anbieter. Wir erzählen dir alles zum Was, Wie und Warum.

Bereits seit einigen Jahren studieren japanische Wissenschaftler, was das Waldbaden, also das bewusste Sein im Wald, mit dem menschlichen Körper macht. Die Ergebnisse: Puls und Atmung beruhigen sich und auch der Blutdruck wird normalisiert – und das bereits nach wenigen Minuten. Bestimmte Hormone, welche der Herzgesundheit förderlich sind, werden nach Waldbädern in erhöhter Konzentration nachgewiesen, und auch die Killerzellen des Immunsystems lassen sich durch den Aufenthalt unter Bäumen anregen.

Wald Symbolbild

Waldbaden in Asien und Europa

Der Wald als Sehnsuchtsort, wo der Mensch Heilung und Entspannung findet? In Fernost wird dies bereits umgesetzt. Naturschutzgebiete und Parks, in denen Besuchende – auch unter Anleitung – die meditative Ruhe der Wälder erfahren, gibt es in Japan, aber auch in Südkorea. Auch zum oder zur „Waldtherapeuten*in“ können sich Interessierte dort ausbilden lassen. In Europa ist Shinrin-Yoku als Therapie noch keine anerkannte Behandlung, doch die meisten Kurkliniken befinden sich an Standorten, die neben der eigentlichen Behandlung den intensiven Kontakt mit der Natur erlauben – das kann am Meer, in den Bergen oder eben in der Nähe eines Waldes sein.

Waldbaden

Wo kannst du Waldbaden lernen?

Für Städter, die möglicherweise schon länger keinen Fuss mehr in einen echten Naturwald gesetzt haben, kann die Vorstellung, dort allein spazieren zu gehen, etwas Einschüchterndes haben. Deshalb gibt es „Schnupperkurse“, die bei den ersten Schritten unter dem Blätterdach helfen. Die Teilnehmer erlernen bei einer Aufenthaltsdauer von 2-3 Stunden den achtsamen Umgang mit der Natur und sich selbst. So sollen alle Sinne auf den Wald eingestimmt werden. Das erlaubt die Wahrnehmung der Düfte von Bäumen und Farnen und das Betasten von Baumrinde oder Moos ebenso wie das Lauschen und Nachklingen-Lassen typischer Waldgeräusche. Im NIKIN-Erfahrungsbericht zum Waldbaden mit dem Waldbüro kannst du noch mehr erfahren.

Erde in Hand

So meditierst du im Wald

Für das Eintauchen in den Wald benötigt man jedoch nicht zwangsläufig Anleitung. Fürs Erste genügt es, sich einen stillen Ort zu suchen, bewusst im Wald zu verweilen und sich ganz auf die Wahrnehmung der Umgebung einzulassen, ungezwungen alle Eindrücke auf die Sinne zuzulassen. Dabei treten Alltagsgedanken und Stress schon nach kurzer Zeit von ganz allein in den Hintergrund und der Wald kann seine heilende, beruhigende Wirkung entfalten. Probiere es einfach das nächste Mal, wenn du im Wald bist, aus.

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