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Gletscher: So wichtig ist das „Ewige Eis“

Gepostet am 14 Februar 2020

Der Klimawandel ist real und verheerende Naturkatastrophen häufen sich immer mehr. Ganze Waldflächen verbrennen, Tierarten sterben aus – und da gibt es ein weiteres Ereignis, das zwar ganz langsam vor sich geht, doch schwerwiegende Folgen mit sich trägt: die Gletscherschmelze.

Aletschgletscher

Aletschgletscher, Schweiz

Wir von NIKIN engagieren uns besonders für den Schutz der Wälder weltweit. Aber nicht nur die Wälder verschwinden, sondern auch die Gletscher – die Klimaerwärmung bringt fatale Folgen durch das im Eis gespeicherte Wasser, das immer schneller freigesetzt wird und den Meeresspiegel steigen lässt. Diese Folgen wirken sich nicht nur auf die Natur und Umwelt aus, sondern auch auf uns Menschen. Uns steht das Wasser zum Hals – und darum ist es unumgänglich diesen rasanten Gletscherschwund aufzuhalten.

Was sind eigentlich Gletscher?

Gletscher sind Eismassen, die aus zusammengedrücktem Schnee entstehen. Die unglaublichen Schneemassen, die es braucht, um die grössten Gletscher zu erzeugen, mag man sich kaum vorstellen. Damit ein Gletscher überhaupt entstehen kann, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein. Die wichtigste davon: es muss über sehr lange Zeit alljährlich zu hinreichend Schneefall kommen. Der Schnee muss in so grossen Mengen fallen, dass weniger abtaut, als liegenbleibt. So kommt in jedem Jahr ein wenig Schnee hinzu. Die leichtgewichtige Schneeflocke wird in grossen Mengen zur tonnenschweren Last. Graduell werden die unteren Schichten komprimiert und werden zu Eis.

Immer in Bewegung

Da Gletscher sich weit oberhalb der Schneegrenze, sprich in Gebirgsregionen, bilden, kommt ein weiteres Element hinzu – die Bewegung. Die schwere Eislast bleibt nicht, wo sie ist, sondern rutscht zu Tal. Immer nur zentimeterweise, aber merklich. Dabei formen, schleifen und schrammen die Eismassen die Landschaft, tragen riesige Felsbrocken und andere Materie mit sich, die zurückbleibt, lange nachdem der Gletscher aufgehört hat zu existieren. Die Spuren der letzten Eiszeit sind im inzwischen wieder warmen Mitteleuropa noch immer zu sehen.

Gletscher – sie sind die Grössten!

Gletscher sind aufgrund der komprimierten Wassermassen die grössten Wasserspeicher nach den Ozeanen – und haben damit erheblichen Einfluss auf das Weltklima. Die grössten Gletscher der Welt sind:

  • der weltgrösste Gletscher überhaupt ist der Lambert-Gletscher in der Ostantarktis
  • der isländische Vatnajökull gilt als grösster Gletscher Europas
  • der Jostedalsbreen in Norwegen gilt als grösster Gletscher auf dem europäischen Festland
  • der längste in der Schweiz ist der Aletschgletscher
  • der Malaspina-Gletscher in Alaska ist der grösste Gletscher ausserhalb der Polarregion
  • in der tropischen Zone ist der peruanische Quelccaya der grösste Gletscher
  • der Campo de Hielo Sur ist der grösste Gletscher Südamerikas
  • in Deutschland ist der Schneeferner die Nummer Eins
  • in Österreich ist der Pasterzen-Gletscher der Grösste
  • im Kaukasus, der Heimat hoher Berge, ist der Bezengi die grösste Eismasse

 

Breiðamerkurjökull, Vatnajökull

Breiðamerkurjökull (Vatnajökull), Island

Schweizer Gletscher – akut bedroht!

Die Schweiz hat so Einiges zu bieten an Gletschern. Sie gehören zu unserer Landschaft, sind jedoch durch den Klimawandel akut bedroht. Der Aletschgletscher gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe, aber auch der Rhone-, Fee- und weitere Gletscher sind Wahrzeichen der Schweiz. In den letzten beiden Jahrzehnten haben sich die Eisgiganten, die sich zuvor zentimeterweise zu Tal schoben, zurückgezogen – und zwar oft um mehrere Kilometer. Klimaschutz in der Schweiz, das ist auch und vor allem Gletscherschutz. Fast siebenhundert Gletscher sollen bereits verschwunden sein – das Phänomen ist so auffällig, dass Umweltaktivisten bereits Trauermärsche für „gestorbene“ Gletscher abgehalten haben.

Warum verschwinden die Gletscher?

Die Eismassen leiden natürlich unter den steigenden Temperaturen weltweit. Mindestens ebenso verheerend ist das Ausbleiben des Schneefalls – denn die Gletscher werden so nicht mehr „gefüttert“. Die Folge ist, dass mehr Eis abschmilzt, als sich neu bilden kann. Der Gletscher entwickelt sich gewissermassen zurück. Nach Ansicht von Experten, die sich mit der Zukunft der Schweizer Gletscher beschäftigen, werden bis 2050 die meisten der kleineren Gletscher verschwunden sein. Fünfzig Jahre später werden auch von den grösseren Gletschern nur noch Teile existieren. Das wird den Wasserhaushalt und die Stabilität der Gesteins- und Erdschichten im Gebirge beeinträchtigen, aber auch die Fauna und Flora.

Gletscher schützen durch Klimaschutz!

Um die Gletscher weltweit als einmaliges Biotop zu erhalten, ist globales Umdenken notwendig. Es hilft nicht, jahrelang zu debattieren. Jeder einzelne Mensch ist in der Verantwortung. Und das bedeutet, dass wir in unserem Konsumverhalten und unseren Lebensgewohnheiten nachhaltiger werden müssen. Ohne Verzicht wird es nicht gehen – aber wenn wir über den Tellerrand unserer eigenen kleinen Umgebung herausschauen, erhalten wir damit die Wunder unserer Welt für unsere Kinder und Enkel. Dafür möchten auch wir von NIKIN uns einsetzen.

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