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Urban Farming: Städtische Versorgung durch Landwirtschaft in der Stadt

Gepostet am 10 April 2020

Ein eigener Garten mit grossen Bäumen, bunten Blumen und frischem Gemüse – ein Traum für viele. Für Leute, die in einer Stadt leben, bleibt dies leider oftmals ein Traum. Doch mit dem Prinzip von „Urban Farming“ kannst du diesen Traum auch auf deiner eigenen Terrasse verwirklichen.

Urban Farming

Urbane Landwirtschaft, genau das ist gemeint mit „Urban Farming“, ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Städter nutzen jede verfügbare Fläche für den Anbau von Nahrungsmitteln in dicht besiedelten Zentren. Nicht selten findet man in grossen Städten mehrere Urban Farming Projekte, die auch zusammenarbeiten.

Was steckt hinter dem Begriff Urban Farming?

Was macht den Anbau in der Stadt so besonders? Wie unterscheidet sich Urban Farming beispielsweise von Schrebergärten? Nun, zum einen geht es nicht (nur) um Selbstversorgung. Viele urbane Anbauprojekte verkaufen ihre Produkte, sei es auf entsprechenden Wochenmärkten, lokale Restaurants oder Bioläden in der Nähe. Auch die gemeinnützige Abgabe von Produkten an Tafeln Suppenküchen ist denkbar. Schrebergärten oder Anbauflächen im Hinterhof dienen hingegen dem Eigenbedarf der Besitzer.

Und während Schrebergärten und häusliche Gemüsegärten zum geplanten Bestand eines Gemeinwesens gehören, entstehen Urban Farming Projekte, wo Platz ist – auf brachliegenden Grundstücken, auf Dächern und Terrassen, mitunter in Schulen oder öffentlichen Parks.

Woher kommt eigentlich die Idee?

Die „Wurzeln“ des städtischen Anbaus lassen sich möglicherweise schon auf den Ersten Weltkrieg zurückverfolgen. Da der Krieg europaweit Anbauflächen verwüstete, wurden Bürger ausdrücklich ermutigt, innerhalb der städtischen Grenzen freie Grundstücke für den Gemüseanbau zu nutzen. Die Idee nahm während der Weltwirtschaftskrise Fahrt auf und trug in vielen Fällen zum Überleben bei.

Und während der Dauer des Zweiten Weltkriegs gaben Städte und Gemeinden noch mehr Bodenfläche frei – mit gutem Grund, denn die sogenannten „Siegesgärten“ erzeugten Lebensmittel im (damaligen) Gegenwert von rund 3 Millionen US-Dollar. Eine beachtliche Leistung, und ein nicht geringer Teil der US-amerikanischen Produktion aus dem Urban Farming wurde sogar an die Soldaten in Übersee verschifft.

Urban Farming

Was kann angebaut werden im Urban Farming?

Alles, was auf einem ganz normalen Feld wächst, wächst auch im urbanen Kontext. Dazu gehören Gemüse aller Art, Salate, Wurzelgemüse, aber auch Stauden wie Mais. Auch Obst, vor allem Beeren, kann leicht angebaut werden, und sogar Früchte wie Äpfel, Birnen oder Pfirsiche und vieles mehr lässt sich anpflanzen – letzteres aber eher in eigens dafür gedachten Spalier-Varietäten. Ergänzen lässt sich ein Urban Farming Projekt durch das Halten von Bienen, die nicht nur Honig produzieren, sondern auch die Pflanzen bestäuben, und Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen, auch Geflügel, kann ebenfalls Bestandteil solcher Projekte sein.

Wie gehen die urbanen Landwirte vor?

Es gibt natürlich Grenzen bei dieser Art des Anbaus. Die wichtigste davon sind die sehr kleinen Flächen. Daher ist der Einsatz von grossen Maschinen nicht möglich, gearbeitet wird weitgehend manuell. Ausserdem tüfteln viele Urban Farming Projekte daran, wie auf kleinem Raum mehr und effektiver, zugleich aber nachhaltig, angebaut werden kann. Die Methoden kommen meist aus dem biologischen Landbau – das gilt für den Pflanzenschutz ebenso wie die Bekämpfung von Schädlingen. Sogar der Wasserverbrauch wird durch ausgeklügelte Systeme gedeckt, oft aus dem Grauwasser oder ähnlichen Abwässern, die sich mit dem Nahrungsmittelanbau vereinbaren lassen. Urban Farming nutzt, wo es an Sonnenlicht fehlt, auch spezielle Beleuchtung, wenn es mit dem Grundstück nicht anders geht. Es wird tatsächlich an alles gedacht, um den Ertrag auf vertretbare Weise zu optimieren.

Urban Farming

Die vielen Vorteile des Urban Farming

Der Anbau in der Stadt hat viele Vorzüge. Der wichtigste davon ist natürlich die Verfügbarkeit frischer Produkte, die nicht weit transportiert und umweltbelastend verpackt werden müssen. Hinzu kommt, dass die Erzeugnisse oft Bio-Qualität haben.

Ausserdem leisten Grün- und Anbauflächen in der Stadt ihren Anteil dabei, die Luft zu reinigen und ermöglichen Menschen den engen Kontakt mit der Natur. Vor allem Kinder und Jugendliche erhalten die Gelegenheit, Gartenarbeit zu erlernen – oft der Grundstein für eine lebenslange Faszination.

Nicht wenige Gemeinden geben Flächen für Urban Farming frei. Wer sich für diese Art der nachhaltigen Landwirtschaft in kleinstem Rahmen interessiert, selbst aber wirklich keinen Platz hat, kann sich bei der Stadt oder Gemeinde erkundigen. Etwas wachsen zu sehen, ist eine Freude, steigert die Lebensqualität und wertet das gesamte Umfeld auf. Urban Farming hat definitiv Zukunft!

Urban Farming – auf deinem eigenen Balkon

Natürlich kann Urban Farming auch im kleineren Rahmen stattfinden, sprich bei dir Zuhause. Besonders Kräuter und Gemüse eignen sich bestens für deine eigene Terrasse. Jeden Tag frischen Salat, Basilikum und Tomaten auf dem Teller zu haben ist nicht nur köstlich und gesund, sondern auch günstig. Zudem ist die Pflege deines eigenen Gärtchens ist nicht nur nachhaltig, sondern auch eine schöne und abwechslungsreiche Arbeit, um einfach mal ein bisschen abzuschalten.

 

Wir von NIKIN setzen uns zwar hauptsächlich für Nachhaltigkeit in der Mode ein und engagieren uns für den Erhalt der Wälder – aber wir hoffen, wir konnten mit unserem Blog dein Interesse für Urban Farming wecken und dich motivieren, deinen eigenen Lebensstil zu überdenken und ihn womöglich nachhaltiger zu gestalten.

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